Kita Sonnengarten

Schwerst mehrfach behinderte Kinder mit hohem medizinischen Betreuungsbedarf haben bis zum Sommer 2013 kein Angebot in Kindertagesstätten gefunden, das ihnen und ihren Familien gerecht wurde. Der „Sonnengarten“ ist ein Angebot für diese besonderen Kinder. Qualifizierte Fachkräfte fördern die Kinder pädagogisch und medizinisch-therapeutisch in einer auf ihre Beeinträchtigung abgestimmten Umgebung. Kinder, die bis dahin vorwiegend daheim aufwuchsen, erleben im „Sonnengarten“ Gemeinsamkeit mit Gleichaltrigen, indem sie soziale Kontakte knüpfen und an Aktivitäten mit den Kindern der Kita Maria Magdalena teilnehmen.

 

 

Wir haben die Ausbildung und Förderung der Musiktherapie mit einem Betrag von € 2.000,- auf den Weg gebracht.

Zweite Einheit der musikpädagogischen Ausbildung für Erzieher

 Am 06.05.2015 haben Stefan und Kirsten die Kita Sonnengarten besucht und zwei Stunden an der musikpädagogischen Ausbildung für Erzieher teilgenommen. Der Kulturbüdel hat diese Ausbildung ermöglicht und möchte sich nun ein Bild davon machen, wie die Fortbildung umgesetzt wird.


Die Musikpädagogin Theresa Schnabel ist u.a. Dozentin am Johannes-Brahms-Konservatorium und lässt sich auf das Abenteuer ein, Krankenschwester und Pädagogen musikalisch weiterzubilden, deren tägliche Arbeit mit schwerst behinderten Kindern besondere Anforderungen stellen. So entwickeln die fünf Teilnehmer aus der Kita mit der studierten Musikpädagogin ein individuelles Programm, dass es so noch nicht gibt. Es werden genaue Anforderungen und Wünsche seitens der Kita formuliert, Frau Schnabel hört genau zu und entwickelt speziell hierfür ihr Programm.


Die Ausbildung gliedert sich in fünf Einheiten.


Der erste Teil besteht darin, die Kinder – z.Zt. können 6 Kinder betreut werden – kennenzulernen. Was kann jedes einzelne Kind? Was genießt es, womit ist es überfordert, was lehnt es ab? Es wird Musik für jedes der Kinder gefunden.


Der zweite Teil hat das Thema Musik allgemein, nicht nur auf Kinder bezogen. Musik, auch als Teil der pädagogischen Arbeit zum Wohle der Erzieher. Es soll Handwerkszeug mit an die Hand gegeben werden, es werden Lieder für Kinder im Elementarbereich vorgestellt. Eine Heranführung an klassische Musik und was höre ich in ihr, ist ein weiterer Bestandteil. CD-Empfehlungen werden ausgesprochen sowie Anregungen mit der Bewegung von Seidentüchern als Übertragung des musikalischen Impuls. Es werden Klanggeschichten anhand von Gedichten mit  diversen Instrumenten gespielt.


Im dritten Teil wird die Bewegung und der Tanz als Stilmittel im Mittelpunkt stehen.


Ein musikalisches Profil wird im vierten Teil für jedes Kind individuell erarbeitet.


Die Klangliege, auf der die Kinder gerne liegen und gewiegt werden, kann zusätzlich an der Seite bespielt werden. Dies wollen die Erzieher erlernen sowie das Spiel auf weiteren Instrumenten.


Wir haben hochmotivierte Erzieher, Pädagogen und Krankenschwestern in den musikalischen Stunden im Anschluß an ihren schon intensiven Arbeitstag erlebt. Es war uns eine Freude zu sehen, wie viel Spaß alle bei der gemeinsamen Arbeit hatten und wie sehr auf die speziellen Anforderung der schwerst behinderten Kinder eingegangen wird. Wir wünschen noch viele ereignisreiche Stunden und hoffen, dass zum Ende der Ausbildung alle sagen, das war eine tolle Zeit, die uns für die Arbeit mit unseren Kindern eine Bereicherung darstellt.